Posaunenchor Plüderhausen

Feierstunde 2015

Die diesjährige Feierstunde fand aus terminlichen Gründen an zwei verschiedenen Wochenenden statt.

So gestalteten wir bereits am 26. April den Gottesdienst zur Feierstunde mit dem Thema der Jahreslosung "Nehmt einander an" musikalisch mit. Der Gottesdienst begann mit dem Vorspiel "Canzon primi toni", einer doppelchörigen Canzon von Giovanni Gabrieli aus dem 16. Jahrhundert.

Nach dem Eingangslied "Die güldne Sonne" mit einem Vorspiel von Hans-Joachim Rolf folgte als Zwischenspiel ein viersätziges Divertimento von Joseph Haydn, das im ersten Satz mit einem tänzerischen Allegro im 3/4-Takt beginnt. An den zweiten Satz, ein getragenes, lyrisches Adagio schließt sich ein schwungvolles Menuett an. Als letzter Satz des Divertimento folgt ein schnelles Presto im 3/8-Takt.

Nach dem etwas längeren Zwischenspiel war dann die Gemeinde gefordert. Begleitet von einer Bearbeitung des Liedes "Nehmt einander an" durch Gerson Raabe, fiel es sicherlich dem ein oder anderen Gottesdienstbesucher nicht leicht, die Silben beim Singen auf die nicht immer einfachen Achtelrhythmen zu verteilen.

Dies sollte aber nach der Predigt, die uns Pfarrer Scheiner über die Jahreslosung hielt, wieder deutlich einfacher werden. Bei den Gemeindeliedern "Mit Freuden zart" und "Mögen sich die Wege" konnte wieder jeder Gottesdienstbesucher ohne Probleme mitsingen. Beim Schlusslied "Mögen sich die Wege" in einer Bearbeitung von Michael Schütz konnten auch die Jungbläser wieder mitwirken. Zusätzlich zu den Jungbläsern wurde der Posaunenchor bei diesem Lied auch durch das Schlagzeug begleitet.

Nach den Abkündigungen kam nochmals ein Zwischenspiel, das ganz im Gegensatz zum Eingangsstück und dem ersten Zwischenspiel stand. Mit einer Bearbeitung des Spirituals "Joshua fit the battle of Jericho" von Ted Nichols, zeigte der Posaunenchor, weshalb die Mauern von Jericho damals eingestürtzt sind.

Zum Ausklang des Gottesdienstes durften nochmals alle mitmachen. Sowohl Schlagzeug als auch die Jungbläser musizierten zusammen mit dem Chor "Highland Cathedral", eine beliebte Dudelsackmelodie, die auch gerne von Blechbläsern musiziert wird. 


Am 13. Juni folgte dann das Konzert zur Posaunenfeierstunde, auf das wir uns schon lange vorbereitet hatten. So war es in diesem Jahr nicht nur die musikalische Vorbereitung, auch der anschließend stattfindende Ständerling wurde geplant und die Einladungen an alle ehemaligen Bläserinnen und Bläser des Posaunenchores mussten verschickt werden, Plakate gedruckt und verteilt werden, Programmblätter erstellt und sonstige Vorbereitungen getroffen werden.

Als dies alles erledigt war, war es dann endlich soweit. Um 19:30 Uhr begann das Konzert mit der "Eröffnungsmusik - Töne der Freiheit", was auch zugleich das Thema des Konzertes war, von Simon Langenbach. Simon Langenbach komponierte dieses Stück anlässlich des Badischen Landesposaunentages 2015. Der Anfang dieser Komposition erinnert durch das drängende Thema im tiefen Blech sehr an einen Freiheitskampf, der immer wieder durch das hohe Blech niedergeschlagen wird und in lyrischen und leise gespielten "Feuerpausen" endet, um anschließend wieder von vorne zu beginnen. Nach längerem Hin und Her ertönt dann im Tiefchor der Choral "Wenn der Herr einst die Gefangenen", der durch fanfarenartige Einwürfe der Trompeten überdeckt wird und das Stück zu einem majestätischen Ende hinführt.

Nach der Begrüßung folgten dann nochmals die "Canzon primi toni" von Giovanni Gabrieli und das "Divertimento" von Joseph Haydn. Zwischen den einzelnen Musikstücken wurden diese mal mehr, mal weniger kurz von den beiden Dirigenten anmoderiert.

Nun kamen wir auch musikalisch wieder, wenn auch nur in weiterem Sinne auf das Thema der Feierstunde - Freiheit - zurück. In der deutschen Version von "All I ask of you" aus Andrew Lloyd Webbers "das Phantom der Oper" bittet Christine Daae den jungen Grafen Raoul de Chagny mit den Worten "Lehr mich wieder ohne Angst zu leben - sei mein Retter aus der Einsamkeit" um die Befreiung von ihren inneren Ängsten. Musikalisch wurde dieser Dialog durch 2 Solo-Flügelhörner und Solo-Euphonium, begleitet durch einen siebenstimmigen Chorsatz umgesetzt.

Aber auch bei einem Konzert des Posaunenchores sind die Zuhörer ab und zu aufgefordert, sich aktiv am Geschehen zu beteiligen. Nach einem doppelchörigen Vorspiel von Michael Prätorius wurde der Choral "Wenn der Herr einst die Gefangenen" gemeinsam gesungen.

Nach dem gemeinsamen Lied waren nun auch unsere Jüngsten wieder an der Reihe. Gemeinsam mit den Jungbläser musizierten wir nochmals "Highland Cathedral"  von Matthias Schnabel und "Mögen sich die Wege" von Michael Schütz. Premiere hatte bei "Highland Cathedral" dieses mal auch unser Nachwuchsschlagzeuger Luca Schopf.

Zwischen den beiden Jungbläserstücken hielt Pfarrer Walz noch eine kurze Ansprache zum Thema "Freiheit".

Nach den Jungbläsern wurde es nochmals ernst. Es folgte mit "Antarctica" von Carl Wittrock das wohl anspruchsvollste Stück des Abends. Nicht nur die Größe der Besetzung mit vier Solisten und drei Schlagzeugern, auch die Wechsel zwischen unzähligen, bis dato machen gänzlich unbekannten Taktarten und Rhythmen bereitete dem ein oder anderen während den Proben doch einige Sorgen. Carl Wittrock entführt die Zuhörer bei diesem Stück in die endlosen Weiten der Antarktis mit ihrer ganzen Schönheit. Viele Zuhörer genossen dabei die Reise durch die Freiheit, vorbei an Eisschollen, Fischgründen und den schroffen Gebirgszügen, während für einige Beteiligte wohl eher der nach ca. acht Minuten erklingende Schlusston eine Befreiung war.

Nach diesem Ausflug auf die Südhalbkugel kamen wir sowohl geografisch als auch thematisch wieder etwas näher zurück. Es folgten die beiden Spirituals "When Israel was in Egypt's land", arrangiert von Ingo Luis und "Joshua fit the battle of Jericho" von Ted Nichols. "When Israel was in Egypt's land" erzählt die Geschichte von Mose, der im Auftrag Gottes zum Pharao geht um die Freiheit seines Volkes zu fordern. Nachdem 10 Plagen über Ägypten hereingebrochen sind, lässt der Pharao das Volk Israel dann auch ziehen. Auf dem Weg in die neue Heimat kommt das Volk Israel dann an der kanaanäischen Stadt Jericho vorbei, deren Mauern sie dann - ganz in unserem Sinne - mit Posaunen zum Einsturz brachten. Hierzu lässt sich nur erwähnen, dass die Israeliten damals entweder noch lauter waren als der Posaunenchor, oder die Mauern der Margarethenkirche stabiler sind als die Stadtmauern von Jericho.

Jetzt neigte sich das Konzert langsam dem Ende zu. Nach einem Vorspiel von Carsten Klomp wurden nochmals drei Strophen des Abendliedes "Bleib bei mir Herr" mit den Zuhörern zusammen musiziert.

Als Abschluss des Konzertes spielte der Posaunenchor noch eine Bearbeitung von Chris Woods über das Lied "Should old aquaintance be forgot", in Deutschland besser bekannt unter "Nehmt Abschied Brüder".

Doch damit nicht genug. Nach einigem Applaus beschloss Johannes - zum Entsetzen einiger - nicht wie geplant noch zwei Strophen von Johann Sebastian Bachs Choral "In allen meinen Taten" zu spielen, sondern zuvor nochmals "Antarctica" aufzulegen, da es aus seiner Sicht doch noch ein paar Kleinigkeiten 

hinsichtlich der ersten Aufführung zu verbessern gab, was dem Chor dann aber auch gelang, obwohl einige nach dem doch recht langen und anstrengenden Programm buchstäblich aus dem letzte Loch pfiffen. 

Zum Abschluss des Konzertes erklangen dann aber doch noch wie geplant die beiden Strophen von "In allen meinen Taten", beim ersten Mal als vierstimmiger Choralsatz, beim zweiten Mal mit drei Solotrompeten.

Jetzt war es geschafft, und es konnten alle gemeinsam zum gemütlichen Teil des Abends übergehen - dem Ständerling im Gemeindezentrum nebenan. Hier war noch Raum für persönliche Gespräche bei einem Glas Sekt, Orangensaft oder Wasser zwischen den Zuhörern und den Musikern. Zur Stärkung gab es dazu Butterbrezeln und Hefezopf. 

Bleibt als Fazit zu sagen, dass die diesjährigen Veranstaltungen, sowohl der Gottesdienst als auch das Konzert der Feierstunde wieder sehr gelungen und abwechslungsreich waren und mit dem Ständerling einen angenehmen Abschluss fanden.

Wir möchten uns auch hier nochmals bei allen Beteiligten bedanken, Pfarrer Walz und Pfarrer Scheiner für die Predigt bzw. die Ansprache, der Kirchengemeinde für die Bereitstellung der Kirche, den Organistinnen, die uns die Kirche für die ein oder andere Sonderprobe während ihrer Übungszeit überlassen haben, Frau Schönwitz für die Gestalung der Programmhefte, unserer Mesnerin Johanna Gahl, dem MV Gemeindekapelle für die Bereitstellung von Pauken und Schlagzeug und natürlich den Musikern, die uns unterstützt haben:

Michi Maurer - Schlagzeug

Kai Zinßer - Schlagzeug

Toby Moosmann - Schlagzeug

Luca Schopf - Schlagzeug

Steffi Lechler - Waldhorn



 

 

 

  

 

 

 

 

 

  

 

 

 

 

 

  

 

 

 

 

 

  

 

 

 

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Gästebuch

Lukas
17.04.2015 10:08:03
echt schöne homepage. besonders der aktuelle bericht über das probenwochenende mit dem video.
außerdem ein schönes plakat für die feierstunde!
Thomas Härer
21.02.2015 18:45:20
Hallo wollte mich als ERSTER GAST hier eintragen.Bin gespannt, WER folgt und WAS Zusagen hat?